• Redaktion/U. Kohlmayer

Hommage an Francisco de Zurbaran „Still Life with Four Vessels“

„Dieses Gemälde Zurbarans ist für mich eine Ikone.“ (Jakob Kohlmayer)


Hommage an Francisco de Zurbaran, 120x40 cm, Acryl/Leinwand, 2014

(leider ist das Foto nicht optimal, wird demnächst ausgetauscht)


"Scheinbar gar nicht so wichtige Dinge des Alltags werden aus ihrem üblichen Kontext genommen und so dargestellt, dass sie zu etwas Besonderem, Wichtigen werden. Mich persönlich fasziniert an Zurbaran die Überhöhung, dieses Spiel mit Licht und Dunkel, die Inszenierung der Objekte, alleine, ohne Zierrat."


Francisco de Zurbaran,(1598-1664), war ein spanischer Barockmaler, der hauptsächlich religiöse Motive malte. Von ihm sind nur 3 Stilleben bekannt; diese werden allerdings zu den schönsten der spanischen Barockmalerei des 17. Jhts. gezählt.

Einzigartig in dieser Zeit ist die Auswahl der Motive. Einfache, handwerklich dargestellte Gebrauchsgefäße werden auf einem einfachen Holzbrett präsentiert. Über eine eventuelle Bedeutung des Arrangements ist man sich nicht einig, möglicherweise ist aber aber eine Deutung im Hinblick auf die herausragende Bedeutung von Wasser in der damaligen andalusischen Kultur möglich.


Abb. d. Original-Stilleben: Francisco de Zurbaran, Still Life with Four Vessels, ca. 1658-1664, Öl auf Leinwand, 84x46cm.


Die Objekte erstrahlen vor dem monotonen, dunklen Hintergrund, das Augenmerk wird auf die starke dreidimensionale Wirkung der blass gehaltenen Krüge gelegt. Das von links vorne kommende Schlaglicht erhöht die plastische Wirkung nochmals, sodass die Objekte eine skulpturale Wirkung erhalten. Die Stilleben Zurbarans sind nicht als besonders naturalistisch empfundene Werke zu sehen, vielmehr liegt der Schwerpunkt auf dem hohen ästhetischen Wert, der Inszenierung, die dem Alltäglichen die Ausstrahlung von etwas Besonderem gibt.

Zurbaran versah die Objekte mit einem monumentalen Ausdruck (den einfache Dinge, die sich auf einer Tischplatte befinden, üblicherweise nicht haben), indem er den Blickwinkel von der gewohnten Ebene änderte: der Betrachter sieht die Objekte nicht wie sonst meistens üblich von oben. Gleichzeitig hat man den Eindruck einer ruhigen, kontemplativen Szene, die uns Zeit lässt, die Objekte auf uns wirken zu lassen, das Spiel mit Licht und Schatten zu beobachten und, da die Henkel in jeweils andere Richtungen wissen, Drehungen, Umgruppierungen zu antizipieren. Warum Zurbaran verschiedene Perspektiven für seine Objekte wählte, ist umstritten.

im Museo de Bellas Artes de Cataluna in Barcelona kann man lt. „100 Masterpieces oft he Musio del Prado“ ein dieser Arbeit sehr ähnliches Gemälde von Zurbaran besichtigen. Allerdings habe ich in meiner Recherche kein derartiges Bild gefunden, Wikimedia Commons führt 3 weitere Stilleben Zurbarans an, wobei sich eines in Barcelona, eines in Passadena/USA, und eines in London befinden soll. Wikimedia Commons führt 3 weitere Stilleben Zurbarans an, wobei sich eines in Barcelona, eines in Passadena/USA, und eines in London befinden soll.

Quellen/Literatur: 100 Masterpieces oft he Museo del Prado. Edition Museo Nacional del Prado, ISBN 978-84-8480-138-2, S. 124f. https://commons.wikimedia.org/wiki/Francisco_de_Zurbarán

(U.K., 2017)

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